Die Firma Böttick & Regtop bildet seit August 2003 regelmäßig aus. Fünf Auszubildende haben in dem Zeitraum bereits erfolgreich die Gesellenprüfung zum Klempner abgeschlossen. Vier weitere Auszubildende befinden sich zurzeit noch in der gewerblichen Ausbildung. 

Die Ausbildung zum/r Klempner/in ist in drei Bereiche aufgeteilt:

Ausbildung im Betrieb:

Hauptsächlich findet die Ausbildung im Betrieb statt. „Learning by doing“ ist hier die Devise. Die Auszubildenden fahren ab dem ersten Tag mit den Gesellen auf die Baustellen. Am Anfang sind die Hauptaufgaben Baustelleneinrichtung und Hilfestellungen. Hierbei lernen die Auszubildenden den Aufbau und vor allem den Ablauf der Baustellen kennen. Oft sind Hilfestellungen von Nöten. Das kann sein,  Material besorgen, auf Länge schneiden, mal schnell mit festhalten, wenn etwas vom Gesellen alleine nicht zu schaffen ist.

Doch schnell werden diese Arbeiten durch selbständigere Arbeiten abgelöst. Unterbleche befestigen, Rinnhaken montieren, Fallrohrschellen befestigen und schon mal die ersten Lötnähte erstellen gehören ganz schnell zu den eigenen Aufgaben. Hierbei ist immer der Geselle mit vor Ort um Fragen zu klären und Handgriffe zu zeigen.

Im Laufe der Ausbildungszeit kommen immer mehr Aufgaben und Kenntnisse hinzu, so dass zum Ende der Ausbildung der Auszubildende in der Lage ist selbständig Baustellen auszuführen. Er montiert Rinnen, Ausbauten und Schornsteinverkleidungen sowie Mauerabdeckungen selbständig und kennt sich bestens in der Dachflächen und Wandflächenverkleidung aus.

Zum Zeitpunkt der Zwischenprüfung und vor der Abschlussprüfung ist der Auszubildende viel in der Werkstatt um die Handgriffe für die Prüfungen zu erlernen. Auch hier stehen ihm immer Gesellen und Meister für Fragen und Tricks zur Verfügung.

Ausbildung der Fachtheorie:

Der Berufsschulunterricht findet im Blockunterricht statt. Die Berufsfachschule ist die Kreishandwerkerschaft in Recklinghausen. Die Auszubildenden werden für die Zeit der Schule freigestellt und erhalten die Fahrtkosten sowie die Unterbringung vom Betrieb gezahlt.

In der Berufsschule werden die theoretischen Kenntnisse vermittelt. Neben den Hauptfächern wie Klempnertechnik (technisches Zeichnen, lesen von Zeichnungen, Berechnung von Flächen und Mengen, Ausdehnungsberechnung etc.) werden ebenfalls die Kenntnisse in den allgemeinen Fächern wie zum Beispiel Deutsch, Religion und Mathe vertieft.

Ausbildung der Fachpraxis:

Zur Fachpraxis gehören Überbetriebliche Unterweisungen im HBZ in Münster. Auch hier ist der Unterricht wieder in Blöcken. Die Blöcke sind in verschiedene Themen wie zum Beispiel Falz-, Löt- und sonstige Verbinden  unterteilt.

Die Ausbildung zur/m Bürokauffrau/mann:

Die Ausbildung zum Bürokaufmann findet vier Tage die Woche im Betrieb statt. Hier lernt der Auszubildende selbständig den Büroalltag zu meistern. Angebote und Rechnungen zu schreiben, Zahlungsein- und –ausgänge zu bearbeiten, Warenbeschaffung und –kontrolle sowie viele kleine im Büro anfallende Arbeiten gewissenhaft zu erledigen. Einen Tag in der Woche ist der Bürokaufmann in der Berufsschule in Nordhorn.